Fragenkatalog zur Stadtratswahl von Nico Jäkel - 10. Die Hochwasser-Katastrophen im Bundesgebiet haben gezeigt, wie wichtig Katastrophenschutz ist UND wie wichtig es ist, frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen, dass ähnliche Dinge nicht bei uns passieren. Welche potenziellen Gefahrenstellen gibt es für Schöningen und wie sollte diesen begegnet werden? Welche Mittel kann die Stadt zudem einsetzen, um den Katastrophenschutz (Feuerwehr, THW, Rettungsdienste, etc) langfristig zu sichern?

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Die Feuerwehren sind die Stellschraube, an der die Stadt zur Vorbereitung auf Katastrophen am ehesten drehen kann. Denn nur diese fällt direkt in den Zuständigkeitsbereich der Stadt. Das THW ist eine Bundeseinheit und der Rettungsdienst wird vom Landkreis betrieben. Aufgabe der Stadt ist es eine leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen. Es gibt Mindestvorgaben vom Land Niedersachsen, darüber hinaus sind aber immer auch die ortsüblichen Belange zu berücksichtigen. Ich halte in Bezug auf den Brand- und Katastrophenschutz deshalb unter anderem folgende Punkte für wichtig:

  • Erhalt aller drei Ortsfeuerwehren, denn Zentralisation birgt u. a. ein hohes Ausfallrisiko (Was, wenn es mal bei der Feuerwehr brennt? Siehe Hoiersdorf 2007)
  • Ausstattung der Ortsfeuerwehren stets auf dem Stand der Technik halten (Fahrzeuge, Rettungsgerät, etc.)
  • Vorbereitung auf Waldbrände, auch durch entsprechendes Gerät (Einfach mal auf Google Maps ansehen wie viel Wald zu Schöningen gehört.)
  • Netzunabhängige Alarmierungsmöglichkeiten schaffen (Sirenen mit Meldern an bekannten Stellen), denn neben der Waldbrandgefahr nimmt auch das Risiko eines Blackouts mit vollständigem Ausfall der Kommunikations- und Energieinfrastruktur stetig zu.
  • Warnmöglichkeiten für die Bevölkerung schaffen (Wieder mal die Sirenen)
  • Löschwasserversorgung sicherstellen
  • Trinkwassernotversorgung