Am 24.07.2021 hat Herr Brich in der Braunschweiger Zeitung von der Ratssitzung in Schöningen berichtet (Link zum Beitrag im Netz). Ich freue mich, dass meine Nachfrage aus der Einwohnerfragestunde zum Stand der Sirenenaufstellung in Schöningen das Titelthema dieses Berichts wurde. Ich möchte Herrn Brich danken, dass er damit dieses wichtige Thema in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt hat. Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass ich nicht wie im Bericht beschrieben in meiner Funktion als Öffentlichkeitsbeauftragter der Feuerwehr Esbeck aufgetreten bin, sondern als Privatperson.

Als Mittel zur Alarmierung der Feuerwehren im „Alltagsgeschäft“ sind Sirenen auch nicht mehr notwendig. Über den Digitalen-Melde-Empfänger (DME) kann nicht nur die Alarmierung, sondern auch gleich ein Einsatzstichwort und weitere Informationen gesendet werden, sodass die Kameraden sich schonmal mental auf die zu erwartende Lage einstellen können. Ein Vorteil dieser „stillen“ Alarmierung besteht auch darin, dass keine Schaulustigen sich bei den Gerätehäusern einfinden und die ausrückenden Kräfte behindern. 

Trotzdem erfüllen Sirenen bei der Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall eine wichtige Aufgabe. Moderne Sirenen bieten durch die Möglichkeit von angebauten Akkus unter anderem den Vorteil netzunabhängig arbeiten zu können, außerdem können sie durch Lautsprecherdurchsagen z. B. Handlungsanweisungen übertragen. Wichtig ist dafür eine flächendeckende Aufstellung der Sirenen. Deshalb ist es wichtig sich bei der Standortwahl nicht nur auf die Feuerwehrhäuser zu beschränken, sondern weiträumig geeignete Aufstellorte zu finden und ggf. auch mehr als drei Sirenen in Schöningen aufzustellen. Wenn möglich sollte man aber trotzdem über einen sogenannten „Handfeuermelder“ an den Feuerwehrhäusern nachdenken. Damit wird es Bürgern bei weiträumigen, länger dauernden Stromausfällen trotzdem ermöglicht Hilfe zu rufen.

Ich freue mich, dass dieses Thema im Rathaus bereits verfolgt wird und hoffe auf eine schnellstmögliche Umsetzung.